Wissen rund um
Ihre Wärmepumpe

Erfahren Sie, wie eine Wärmepumpe funktioniert, welche Energiequellen es gibt und wie Sie damit heizen und kühlen können. Kompakt erklärt, vom Grundprinzip bis zur passenden Technik für Ihr Zuhause.

Was ist eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe entzieht ihrer Umgebung, dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Luft, Wärmeenergie auf niedrigem Temperaturniveau und hebt sie mithilfe eines Kompressors auf ein höheres Niveau an. Diese Wärme steht anschließend zum Heizen und für die Warmwasserbereitung zur Verfügung. Je höher die Temperatur der genutzten Wärmequelle, desto effizienter arbeitet die Anlage. Vollständig CO₂-frei heizen Sie, wenn Ihre Wärmepumpe mit Ökostrom betrieben wird.

Produktion und Fertigung - Rockenbauer Wärmepumpen - Hollabrunn
Kältekreislauf - Rockenbauer Wärmepumpen

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Das Gesamtsystem besteht aus vier Teilen:

  • Wärmequellennutzung: entzieht der Umgebung die benötigte Energie
  • Die Wärmepumpe selbst: hebt die gewonnene Energie auf ein nutzbares Temperaturniveau
  • Das Wärmeträgermedium: transportiert die Energie (z. B. Heizungswasser, Sole oder Kältemittel)
  • Das Wärmeverteilsystem: verteilt die Wärme im Gebäude

Die vier Hauptkomponenten

Im Inneren der Wärmepumpe sorgen vier Bauteile für den Wärmetransport: Verdampfer, Kompressor, Kondensator und Expansionsventil. Das Kältemittel im geschlossenen Kreislauf nimmt am Verdampfer die Wärme der Quelle auf und gibt sie am Kondensator wieder ab.

Die drei Energiequellen im Überblick

Die Natur bietet drei Möglichkeiten, einem Gebäude die notwendige Heizwärme zu entziehen. Je konstanter die Temperatur der Quelle, desto effizienter die Wärmepumpe.

Erdreich (Geothermie)

Energiequelle Erdreich - Rockenbauer Wärmepumpen Hollabrunn

Die Temperatur im Erdreich liegt ganzjährig bei rund 9 °C und ist damit außergewöhnlich konstant, deutlich gleichbleibender als bei Luftanlagen. Das macht erdreichgekoppelte Wärmepumpen besonders langlebig und ermöglicht einen monovalenten Betrieb, unabhängig von Grundwasserstand oder -qualität. Man unterscheidet dabei zwischen Flachkollektor und Tiefenbohrung.

Die Entzugsleistung des Erdreichs hängt von Wärmekapazität, Wärmeleitfähigkeit, Wasserdampfdurchlässigkeit und der Sonnenscheindauer der Region ab. Bei sorgfältiger Auslegung des Erdkollektors bleibt der Einfluss auf Erdreich und Vegetation sehr gering.

Grundwasser (Hydrothermie)

Energiequelle Wasser - Rockenbauer Wärmepumpen Hollabrunn

Bei einer Wasser/Wasser-Wärmepumpe wird die Wärme des Grundwassers genutzt: Ein Entnahmebrunnen liefert das Wasser, ein Sickerschacht führt es abgekühlt wieder zurück. Die Quelle ist konstant und platzsparend, erfordert aber eine Wasseranalyse und einen Probepumpversuch vor der Installation.

Die beiden Brunnen müssen, abhängig von Wärmepumpenleistung und Bodendichte, mindestens 15 bis 40 Meter voneinander entfernt liegen, um einen Kurzschluss zu vermeiden. Der Entnahmebrunnen muss in Fließrichtung vor dem Sickerschacht liegen, damit das abgekühlte Wasser nicht zurückgelangt. Je nach Grundwasserstand werden die Brunnen 5 bis 50 Meter tief gebohrt, ab 18 Metern ist eine Bohrung bei Einfamilienhäusern meist unwirtschaftlich, da Spezialpumpen nötig sind. Das Wasser darf zudem keinen Eisen-, Kalk- oder Mangangehalt aufweisen und keine Schwebstoffe wie Sand oder Lehm enthalten.

Luft (Aerothermie)

Energiequelle Luft - Rockenbauer Wärmepumpen Hollabrunn

Da die Außenlufttemperatur stark schwankt, ist Luft im Vergleich zu Erdreich und Grundwasser die Wärmequelle mit der geringsten Effizienz, dafür aber besonders unkompliziert nutzbar. Bei Rockenbauer setzen wir Luft gezielt für unsere Warmwasserwärmepumpen zur Brauchwassererwärmung ein.

Heizen und kühlen mit einer Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe heizt nicht nur im Winter, sie kann Ihr Zuhause im Sommer auch angenehm kühlen.

Passive Kühlung

Bei Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen ist zusätzlich eine passive Kühlung möglich: Über einen externen Wärmetauscher wird das Heizungswasser direkt von der kühlen Sole oder dem Grundwasser rückgekühlt. Da der Kompressor dabei nicht läuft, sind die Stromkosten im Sommer besonders gering. Passend dazu bietet Rockenbauer die Passivkühlung als Zubehör für 6–10 kW und 12–26 kW Anlagen an.

Aktive Kühlung

Bei aktiver Kühlung ist der Verdichter der Wärmepumpe in Betrieb, dies führt zu etwas höheren Energiekosten im Vergleich zur passiven Kühlung.

Der Kältekreislauf wird automatisch umgekehrt: Das Gebäude wird zur Wärmequelle, Erdreich, Wasser oder Außenluft zur Wärmesenke. Die Wärmepumpe entzieht dem Haus die Wärme und gibt sie nach außen ab.

Häufige Fragen rund um Wärmepumpen

Welche Arten von Wärmepumpen bietet Rockenbauer an?

Rockenbauer bietet Sole/Wasser-, Wasser/Wasser- und Direktverdampfer-Wärmepumpen sowie Warmwasserwärmepumpen und passendes Zubehör an. Damit lässt sich für nahezu jedes Grundstück, ob Neubau oder Sanierung, die passende Lösung finden. Welche Variante infrage kommt, hängt vor allem von den Gegebenheiten Ihres Grundstücks ab.

Ja, viele Wärmepumpen können neben dem Heizen auch aktiv oder passiv kühlen. Bei der aktiven Kühlung wird der Kältekreislauf umgekehrt, bei der passiven Kühlung sorgt ein externer Wärmetauscher für angenehme Temperaturen im Sommer. Besonders die passive Kühlung ist dabei sehr stromsparend, da der Kompressor nicht in Betrieb ist.

Die richtige Wahl hängt von Faktoren wie Hausgröße, Grundstück und vorhandener Wärmequelle ab. Senden Sie uns einfach und unverbindlich eine Anfrage über das Kontaktformular und wir finden die passende Wärmepumpe für Sie.

Eine Wärmepumpe nutzt Umweltenergie aus Erdreich, Grundwasser oder Luft und reduziert damit den Verbrauch fossiler Brennstoffe erheblich. Vollständig CO₂-frei heizen Sie, wenn Sie Ihre Wärmepumpe mit Ökostrom betreiben, etwa aus einer eigenen Photovoltaikanlage. Damit zählt die Wärmepumpe zu den nachhaltigsten Heizlösungen.

Erdreich und Grundwasser bieten über das ganze Jahr eine konstante Temperatur und ermöglichen dadurch die höchste Effizienz. Die Lufttemperatur schwankt hingegen stark zwischen Sommer und Winter, weshalb Luft als Wärmequelle etwas weniger effizient ist. Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen erreichen deshalb in der Regel die besten Wirkungsgrade.